Noch einmal Sommer …

24.8.2016 noch einmal Sommer

… wurde uns beschert und bleibt uns wahrscheinlich noch einige wenige Tage erhalten.

Ich habe  einen Sonnenbrand, von Muscheln zerschnittene Fußsohlen und Muskelkater in den Pobacken, denn … Hatschimann meinte bei etwas ungünstiger Tide den direkten Weg zum Wurster-Watt-Fahrwasser nehmen zu müssen, weil er wieder mit dem Seehund schwimmen wollte. Gut, wir sind geschwommen, aber ohne Seehund und mit noch anderen wattwanderlustigen Männekens, weil nämlich erst abends gegen  ca. sechs Uhr das gefällig plätschernde Nordseenass gegen den Grünstrand schlug und  zum Bade lud.

Na denn, schön war’s.

Für einen Lückenbüßer …

… kommt sie ganz schön üppig daher, unsere „Zauberblume“

21.8.2016 Lückenbüßer

Lückenbüßer sei sie hier im Blog, weil mir so gar nichts mehr einfällt, und als Lückenbüßer hat sie sich im Garten aus einem mickrig verbliebenen unbeachteten Kräutchen zu diesem Lücken füllenden Gewächs entwickelt an der Stelle, wo vorher der große Tannenbaum stand, von dem man vorne im Bild noch den Stubben sieht.

Eigentlich sollte man diesen Neophyten  in seiner Ausbreitungslust ja  nicht gewähren lassen, aber da ich nicht so unbedingt zwischen Kraut oder Unkraut unterscheide in unserm  Garten und  nun einmal die Pflanze als „Zauberblume“ dort, wo denn ausreichend Platz sich anbietet, gelitten ist, habe ich dann mal bei Nabu Niedersachsen nachgeschaut, wie man dort über das Indische oder Drüsige Springkraut denkt: „Die pflanzlichen Einwanderer“, ja die gibt es.

Na denn.

Schlaflos in der Nacht.

17.08.2016 schlaflos in der Nacht

Ich steh am Fenster und gucke vergrellt,
Warum der Mond nur die Nacht so erhellt.

„Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht“

So sprach einst Herr Heine und war nicht froh.
Ich glaube, mir geht’s jetzt fast ebenso.

Baumschmuck

Nicht dass ihr glaubt, ich fange jetzt von der tradiotionellen, festtäglichen Baumschmückerei  an zu faseln, nur weil die Wetterlage zur Zeit so ist, wie üblicherweise hier im nassen Weser-Elbe-Dreieck zu Weihnachten, nein, ich möchte euch die Efeu-stränge zeigen, die ich beim Spazierenwandern im Teutoburger Wald gesehen habe und die mich an das Kunstwerk erinnerten, das mich im Skulpturenpark Kramelheide  verwundert hatte.

Wie lange braucht wohl eine Efeupflanze, um solch dicke Stränge hochzuschrauben, um dann nur in der Baumkrone sein Blattwerk zu entwickeln. Viele kleine Füßchen halten diese Baumdekoration am Buchenstamm fest, aber die schmuckgebende Pflanze  schmarotzt nicht am Stamm, bzw. vom Baum. Eine Gefährdung der Bäume entsteht also nur da, wo das Efeublattwerk an Ästen oder Astgabeln in der Baumkrone die Feuchtigkeit hält und die Baumstruktur verdunkelt, denn dann kann es im dunkelfeuchten Milieu dem gesunden Holz an den Kragen gehen, meint, vermodern und brechen.

Nur wieder im vergrößerten Ausschnitt sieht man das kräftige Efeulaub neben dem helllichten Buchenlaub.

Efeu und Buchenblätter in der Baumkrone Ausschnitt

Deshalb befreie ich pflichtschuldigst immer schön brav unsere Bäume vom  Efeu schon bei seinen ersten Kletterversuchen.

Na denn.

Quod erat demonstrandum

6.8.2016 Blaubeerzunge

Da wanderten wir gar frohgemut durch den halblichten Wald und bedauerten die schon oder überhaupt fruchtlosen Blaubeerbüsche und erinnerten uns der Zeiten, wie wir als Kinder in den Wald mit Blechbecherchen bewaffnet zum Blaubeerernten zogen und dann blaubeerfarben eingesaut von oben bis unten wieder aus der Dickung kamen. Punkt.

Im Verlauf des Weißt-du-noch-Gelabers sprach dann jemand gelassen aus, dass die domestizierten Blaubeeren von den Plantagen nicht färben. Hmm, ich habe diese deutlich größeren Beeren noch nie selbst geerntet, sondern nur im Plastikkörbchen käuflich erworben. Klar diese Früchte matschen nicht so , wie jene von den niedrigen Waldbüschen abgesammelten, und bewusst ge- oder zermatscht habe ich die Kulturbeeren auch noch nicht, sondern sie immer in toto verarbeitet, aber … färben tun sie doch, wie an Hand der blauen Zunge zu beweisen war.

Basta.

Täterätä …

… da ist er, der erste Pflaumenkuchen im Jahr.

Pflaumenkuchen am 5.8.2016

Nur wenig Sonne, nur wenig Regen, ein wenig mehr Wolken, aber noch warm, die Luft und der Kuchen. Ich wünsch euch ein schönes Wochenende.

Na denn.

Selbstheilung braucht Geduld

3.8.2016 am Grund der Kellertreppe

Was war geschehen? Am frühen verregneten Vormittag knallte etwas gegen die Küchenscheibe und hinterließ einen Abdruck, der nichts Gutes verhieß, und da ich nicht in der Stimmung war, im Regen einen toten Vogel zu entsorgen, wartete ich eine Stunde oder mehr, bevor ich mich durch die Kellertür dem Unfallort näherte und da saß es dann,  das hechelnde Vögelchen, mitten auf der Treppe und guckte verstört. Also Ruhe bewahren und Rückzug.
Nach einer weiteren Stunde und mehr dann musste ich doch nochmal gucken und nahm nun den Fotoapparat mit.  Da seht ihr nun das verschicherte Tier in die Ecke der  Kellertreppensole  gekauert und oben den kleinen  und daneben den großen weißen Vogelschiss und als ich mich kauerte, um die Knipse in Position zu bringen, ertönte ein verzagtes Piep aus dem aufgeklappten Schnabel.
Und das Ende vom Lied: Vorsichtig öffnete ich nach weiteren zwei Stunden die Kellertür und sah … nichts. Nicht ganz, ich sah keinen Vogel, aber die Vogelschissspritzer von der Mitte der Kellertreppe abwärts und gut verteilt auf der Kellertreppensole und eine einsame Vogelfeder zeugten von seiner Anwesenheit während der  Rekonvaleszenz.

3.8.2016 ein zaghaftes Piep
Ich denke, das ist eine Goldammer.