Welttoilettentag

Weser Kurier, 19.11.2018, Seite 9 Man mag uns, sprich unserer Generation, nachsagen, wir hätten ja noch „über den Balken geschissen“, aber wenn ich diese Randnotiz aus dem Weser Kurier von heute lese,  versagt nun wirklich mein Verständnis.

Die mangelnde Entsorgungshygiene allüberall auf der Welt mag ja nun wahrlich nicht unseren hohen Ansprüchen einer Hochzivilisation entsprechen, aber was jetzt ein Wissensaustausch zwischen Geflüchteten hier vor Ort und Bremer Ingenieuren erwirken soll, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Naja, vielleicht will man ja gemeinsam eine Gebrauchsanweisung für den neuen Borda Klärbehälter erarbeiten,

Gutes Gelingen.

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Raureif auf der Wiese, aber …

… die Himbeerernte geht weiter.

War und ist das ein beknacktes Jahr heuer! Damit meine ich nicht nur das Wetter, aber doch und ausdrücklich. Noch zum ersten Mai bejammerte ich in tiefer Depression die seit zwei Jahren andauernde Regenphase hier im nassen Weser-Elbe-Dreieck und dann brach sie über uns herein, die Klimakatastrophe, eben die, die den Grünen mit ihrem „Siehst’e wohl, haben wir doch immer gesagt,“ einen ungeahnten Beliebtheitsgrad bescherte, die den Spaziergang durch den Rhein zum Mäuseturm ermöglichte und den Moorbauern wieder den Zutritt zu ihren vernässten Wiesen gestattete, um wenigstens noch ein wenig struppiges Heu einzufahren und natürlich die, die anderen Orts das Moor brennen ließ.

Und dann, als eigentlich Herbst und beginnender Winter die Natur ermatten und erschlaffen lassen sollte und uns natürlich mit, gaben die wenigen Regengüsse dem ganzen Geschehen noch einmal Schubkraft und hast’e nicht gesehen, die Himbeeren machten neu, die Terrassenblumen machten neu, selbst die fleißigen Lieschen haben durch- und mitgehalten und konkurrierten mit den wenigen Pilzen und Moosen.

Dschä, was willst‘ da machen. Die weihnachtlichen Kaufempfehlungen flattern einem zu Hauf ins Haus und ich reibe mir verwundert die Augen: „Ist es schon soweit?“ Naja, wenn nicht gerade die Sonne scheint, ist es schon ganz schön lausekalt, aber da ich ja nicht so oft die Gartenpforte von außen zumache, habe ich mir dann- in Anlehnung an Herrn Ösis Grusical -von dem Herrn Polt, weil dabei so schön ein warmes Feuerchen flackert, erzählen lassen, dass Advent vor der Tür steht.

„Schöne Maid, …

2781109_1_gallerydetailpremium_Schuldfrage… hast du heut für mich Zeit?“, [schon eine stramme Leistung des Empfangskomitees in Dakar]  … denkt sich so mancher deutscher Michel, wenn er sich die Politclowns in Berlin so ansieht, aber unsere Weltenlenkerin sagt klipp und klar: „Ne,ne, Leute, macht euern Kram mal allein, und … ich mach mein Dingen unbeirrt weiter wie bisher. “ und tritt mal so eben vom Vorsitz der Christdemokraten zurück: „Das Bild, das die Bundesregierung abgibt, ist inakzeptabel“, und so wahr spricht sie und meint natürlich damit die anderen. Ratatatatong und wieder dreht sich auf ein neues das Personenkarussell  verbunden mit Schuldzuweisungen von hier nach da und da nach hier, und die Medien drehen misstönend mit.

Die „schöne Maid“ gefällt sich derweil in ganz anderen Rollen und „das steht ihr so gut“, wie ein „Tirolerhut.“ (Wisst ihr ja, Klick auf’s Bild führt zum Artikel.)

     

Unsere Kanzler-Maid entleert das Füllhorn großzügig allüberall in der Welt und wer will da noch etwas von Volksparteien wissen, wir schaffen das und die Merkel macht’s.

Die Sonne scheint, und ich wünsche uns Nordlichtern einen schönen Reformationstag, oder ist doch Halloween?

Halloween 2018

 

 

Mach es einer …

… einem alten Moorweib recht. Nichts ist richtig. Da fällt mir zum Kälteeinbruch wieder mal nur ein Maienlied ein, das ich umwidmen muss:Herbst, nach der Mai ...

Naja, es ist doch so. Noch steckt einem die Sommerhitze in den müden Knochen und eigentlich müsste man den Winterpelz anlegen, aber wer macht das schon? Und bums friert man den ganzen Tag und das macht mürrisch. Und die Flora will auch noch nicht so richtig: Die Blätter fallen, das Grün verfärbt sich, die Früchte bieten sich der Fauna an, aber die Sommerblumen behaupten sich weiterhin.

Also, um mit Alfons zu sprechen: „Ein Fazit?“

Der nächste Winter kommt bestimmt, die Uhren werden umgestellt werden, es wird gewählt werden, und ändern wird sich nichts. Die immer gleichen Knallerbsen werden den  Lauf unserer Republik bestimmen, und wir werden unbeirrt weiter uns dem Essen, Trinken, Schlafen widmen. Um mit Herrn Brecht zu sprechen:

Ballade über die Frage „Wovon lebt der Mensch“
Macheath:
Ihr Herrn, die ihr uns lehrt, wie man brav leben,
Und Sünd und Missetat vermeiden kann,
Zuerst müsst ihr uns was zu fressen geben,
Dann könnt ihr reden, damit fängt es an.
Ihr, die ihr euren Wanst und unsre Bravheit liebt,
Das eine wisset ein für allemal,
Wie ihr es immer dreht, und wie ihr’s immer schiebt,
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
Erst muss es möglich sein auch armen Leuten,
Vom grossen Brotlaib sich ihr Teil zu schneiden.
Jenny:
Denn wovon lebt der Mensch?
Macheath:
Denn wovon lebt der Mensch?
Indem er stündlich, den Menschen peinigt, auszieht, anfällt, abwürgt und frisst.
Nur dadurch lebt der Mensch,
Vergessen kann, dass er ein Mensch doch ist.
Chor:
Ihr Herren, bildet euch nur da nichts ein,
Der Mensch lebt nur von Missetat allein!

Na denn, nehmt’s leicht. Ich wünsch ein schönes Wochenende.

26.10.2018KnallerbsenWP

 

 

Auf einem Schnittlauchbett …

… ist gut ruhen, die Postvegetationphase nach der Dürreperiode macht’s möglich. Mit der  milden Abkühlung und den vereinzelten  Regenschauern erwachte und erblühte noch einmal die bis dato gequälte Pflanzenwelt und selbst die Vögel, sprich Amseln, scheinen die Krise überwunden zu haben. Es wird wieder in der Vogeltränke gebadet.

Und just mit dieser Abkühlungsphase begann die Zeit der Jubiläen und damit unsere Reisezeit. Von der abenteuerlichen Autobahn-A1-stormy -rally-Bremen-Münster über fast 7 Stunden berichtete ich schon. Gleich danach die Fahrt über die Straße der Regenbogen zum „Meer“.

1.10.2018 JubilateJPG

Unsere Prinzessin auf der Erbse ließ sich am Meer bejubeln, am Zwischenahner Meer, mit Sonne und Regen und wiederholten himmelüberspannenden Regenbögen. So viele von eben solchen an einem Tag hatte ich bis dato noch nie erlebt, und, naja, während der Festansprache prasselte kurzfristig auch Hagel auf das  Kasettenglasdach. So spielt das Leben.1.10.2018 das Zwischenahner Meer

Erst 50, dann 100, fehlte also 75 und somit wurde uns bei Bremerhavens Hafenwelten ein traumhafter Sonnenuntergang beschert …

10.10.2018 (12)

… und die Erinnerungsrundtour am nächsten Tag fand ihren krönenden Abschluss bei strahlendem Sonnenschein mit Krabbenbrötchen im Siebhaus.

11.10.2018 Siebhaus

Die Reisezeit bedurfte dann noch der Bewirtung und Bespaßung von Gästen in den eigenen Latifundien und Räumlichkeiten, denn … da gab es doch irgendwann mal ein „Hotel Püppi“ oder später das „Restaurant Hatschimann.“

13.10.2018 Ausschnitt Spiegelung

Alles hat seine Zeit und jetzt ist wieder „Schnittlauchbett“ angesagt. Noch hängt der Hochnebel über dem Rasen, Windstille lässt die Blätter nur leise von den Bäumen auf eben diesen rieseln, das Eichhörnchen strebt zum Walnussbaum, die Krähen krächzen ihren Ernteanspruch dazwischen und wir hucken hier wieder wie angeklebt.

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Noch einen schönen Sonntag.