Ferragosto …

… in Italien und für die Katholen ist heute die gute Maria gen Himmel gefahren und wir norddeutschen Evangelen? Wir sammeln die ersten Kastanien und Eicheln ein. Der nächste Winter kommt bestimmt, und wenn man den alten Ammenmärchen glauben dürfte,  müsste es einen harten Winter geben, weil die Wildbäume reichlich und natürlich ein wenig verfrüht Früchte anbieten und abwerfen.

Jetzt dünkelt es schon auf der Terrasse und die Fledermäuse drehen ihre erste Runde, aber dennoch habe ich just nochmal eben für die Abschaffung der Sommerzeit gestimmt.

Sommerzeit

Zu Beginn der Abstimmung war der Server pausenlos down, sodass ich mir einen Timer installiert hatte, um ja nicht zu vergessen, wenn und dass ich denn schon mal mitbestimmen darf.

Europa ist und bleibt mir mit seinen vielen Verfahren, Richtlinien, Verordnungen und dem  wichtigste Rechtssetzungsverfahren nach Maastricht und Lissabon ein Buch mit sieben Siegeln, aber … wenn ich dann schon mal gefragt werde, obwohl und gerade da ich als „Pupsbürger“  nun mal völlig unbeleckt von europäischem Recht bin.

Na schau’n wir mal, was dabei heraus kommt. Bisher wurden wir ja mit ziemlich abartigen Verordnungen aus dem Brüsseler Moloch übervorteilt und es hat uns nur nachgeordnet interessiert, aber wenn ich die sogenannten „Fake News“ richtig gedeutet habe, scheint unsere Bundeskanzlerin Spezialistin im Umgehen  der Rechtssetzung der Europäischen Union zu sein. Drum will sie sich jetzt wohl im nachhinein ihr eigenmächtiges Aushebeln des Dublin-Systems sanktionieren lassen. Wenn das man gut geht. Aber wie gut, dass ich davon nun aber auch so gar nichts verstehe, auf alle Fälle gilt das merkelsche „Weiter so.“

Mach was dran.

15.8.2018 der Terrasengockel

 

 

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Endlich …

… brauche ich nicht mehr wie ein Wärmeaustausch behinderter Hund nach Luft zu hecheln, sondern kann normal durchatmen und … die ersten grünen Nester zeigen sich nach dem wenigen aber doch Regen auf dem braun gerösteten Rasen. Dass ich hier im nassen Weser-Elbe-Dreieck mich heuer noch so äußern würde, hatte ich im unwirtlichen Frühjahr dieses Jahres nicht für möglich gehalten.  Aber nun „isses ma so“.  Haben wir schon Herbst?

aus Rabenkalender 2018

Nicht nur in unserm Garten sieht es danach aus, auch der Blick durch den Gartenzaun in Fremdgebiete hinein  lässt darauf schließen. Hinter dem einen Zaun scheint der Wintervorrat gut bereitet und hinter dem anderen versteckt die trotz der Trockenheit gut gewucherte Winde  unbeirrt die ungeordnete Totholzansammlung in dem  sogenannte Biotop.

 

Na denn, macht’s richtig.  Die Schule hat nach den langen Ferien angefangen und der Alltag hat uns wieder.

Heimisches Edelgemüse saisonal

Immer wieder begeistert bin ich dann, wenn die blauen Bohnen beim hiesigen Gemüsebauern auftauchen, dem, der noch mit Hänger und Uralt-Trecker auf den Wochenmarkt rumpelt. Wie ein Kind kann ich nicht daran vorbeigehen oder, wenn ich nicht selbst gehe, beauftrage ich eben den „Einholer“, obwohl ich ja nun schon weiß, dass aus den blauen Bohnen beim Garungsprozess auch nur grüne, aber sehr tiefgrüne, werden, jedoch zum einen geistert das abgewandelte Großstadtrevier-Intro durch den Kopf und natürlich, das Auge isst mit.5.8.2018 aus blau wird grün

Blaue Bohnen, gelbe Knöllchen,
kaum Schatten, viel Licht,
hier im Gartenrevier.

Eigentlich wäre ja „nur“ Edelgemüse auf dem Teller völlig ausreichend, aber ein wenig heimisches Wildbrett dazu gelegt, macht sich dann doch auch noch ganz gut. Halali.

Na denn, das nächste saisonale Sonntagsessen gibt’s bestimmt.

6.8.2018

 

 

 

Die Rosen …

… blühen unbeirrt trotz der Trockenheit, wohl weil sie ihre Pfahlwurzeln tief in den Lehmboden vorgetrieben haben und immer noch irgendwo ein Tröpfchen Feuchtigkeit hervorsaugen, während ich die großen Bäume nun schon etwas sorgenvoll beobachte, denn die Laubblätter kräuseln sich sehr verdächtig und die Buchen werfen  unverholen das trockene Laub ab, sodass es zum Teil raschelt wie im Herbst. Erst im nächsten Frühjahr wird man dann sehen können, wie groß der Trockenschaden dann wirklich geworden ist. Nicht so gut, aber da müssen wir es wohl nehmen, wie’s kommt, und nehmen das, was ist, wie’s ist.

2.8.2018 Rosen im Abendlicht

Ich wünsch einen schönen Sonntag.

Grünes Gras …

… in Feuchtgebieten gibt es nach der langen Trockenperiode dennoch in unserm Garten und auch ein Fleckchen „grüne Hölle“ mit den „Zauberblumen“.

27.7.2018 grüne Hölle

Nichts ist unmöglich.
Auch wenn man mit seinen schiefen Augen den viel gerühmten Blutmond nicht als solchen sehen kann und glauben muss, er, der Mond,  sieht doch aus wie immer, wenn  er sich dann endlich hinter der Baumgruppe zeigt, nicht verzagen einfach wagen. Ich holte die Knipse und zoomte und siehe da, ich sah den Erdschatten. Kiek, de hew it!

27.7.2018mond 1  27.7.2018 mond 2  27.7.2018 mond 3  27.7.2018 mond 4

Gut, der Spuk war dann auch schnell vorbei, so wie gestern der Regen, aber … es gibt ja ausreichend andere wunderbare Fotos von dem Jahrhundertereignis.

Ich verabschiede mich jetzt mit der Zauberblume in den Sonntag, dem durch das Durchziehen der Wetterfront ein wenig Abkühlung beschert ist.

27.7.2018 die Zauberblume

 

 

 

 

„Kiek über den Zaun“ …

… heißt bei uns die gelbe, weit hin strahlende  Sommerpflanze  und sie hat sich trotz der Trockenheit gereckt und nun kiekt sie und ich auch. Und was sehen meine trüben Augen? Die Windräder rödeln so vor sich hin am blauen Firmament, denn ein wenig Wind geht ja, … wenn aber auch ein ganz heißer.

26.7.2018 die Windräder

Da verlässt man die heimische Gefilde gerade als etwas fortgeschrittenes Kaliber mal lieber nicht und genießt in geschützter Ruhe, was vom Sommer noch übrig geblieben ist, denn so langsam verglüht die Pracht schon auf dem Stengel.

Mach was dran, ab in den Schatten.