Erntefest …

… hatte ich und konnte trotz des verregneten Sommers die ersten Tomaten ernten.
150. Erntefest haben wir hier am nächsten Wochenende.
Und Ernte werden die etablierten sogenannten Volksparteien fest(e) einfahren am 24.September zur Bundestagswahl. 

Und wie’s der Dübel so will, war ich gezwungen, mein Dornröschenschloss mal zu verlassen, die Gartenpforte von außen zuzumachen und mich dem öffentlichen Nahverkehr auszusetzen. Mit Zug und Bus und hin und zurück führte mich der Weg endlich mal in die große, weite Welt und  dabei nicht gerade in die feinste Gegend von Bremen, sodass ich mir mal ein eigen Bild machen konnte.
Auch kann ich nun ein Foto von dem grünen Osterholzer Bahnhof nachliefern.

6.8.2017der grüne Bahnhof (5)

Und bezüglich Nahverkehr? Es war Sonntag und es klappte wunderbar, aber … man spricht nicht deutsch. Entweder sind die deutschen Mitbürger verstummt oder so reich, dass sie am Wochenende den Nahverkehr bei  Nutzung des eigenen Autos nicht in Anspruch nehmen müssen.

Als ich mit großem Glück der Schwallkotzattacke eines kleinen Kindes mit Migrationshintergrund so eben gerade entkommen war und dann doch beruhigend auf die bekopftuchte Mutter einwirkte, verstand sie mich nicht und ich sie nicht. So kann’s kommen. Und als ich dann echauffiert endlich einen Sitzplatz genau gegenüber der unglücklichen Familie ergatterte und mich gegenüber der Dame neben mir  dahingehend äußerte, dass dieser Platz jetzt wohl ungefährlich sei, weil sich das Kind wohl genug und reichlich ausgekotzt hätte, wurde mir freundlich in Russisch geantwortet, oder war es Bulgarisch oder Rumänisch? Egal.

Aber immerhin habe ich mein Ziel erreicht und bin auch wieder nach hause gekommen, doch als ich am Heimatbahnhof ausstieg, fand ich die aufgebretzelten, schmucken, geflüchteten Jungherren  in Grüppchen munter tänzelnd auf dem Bahnsteig, wohl auf dem Weg nach Bremen, dann auch nicht so witzig, denn auch ich bin ein alter Mensch, der es wagt, geschmückt auf die Straße zu gehen.

Weser Kurier, 7.8.2017, Seite 12

Na denn,
schau’n wir mal, ob und wie unsere Heilige Angela das Rennen macht.

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14 Gedanken zu “Erntefest …

  1. Na is‘ doch wahr. Was die Eliten dem abgehängten Bürger heuer so zumuten. Da muss er, der Bürger, noch die Beine festhalten.
    Ich glaub es nicht, was ich da beim Frühstück im Weser Kurier auf Seite 7 lesen durfte.

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      1. Aber ja, na sicher, wenn ich so etwas lesen dürfte, dann wüsste ich, dass die Welt noch in Ordnung ist, und ich würde gleich zum Spendenaufruf trommeln für den armen kontaktgestörten Menschen in fremder Heimat.

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    1. Erinnerst du dich, wie und dass wir uns seinerzeit wunderten, wie geordnet die jungen Männer zum Beispiel bei uns vor dem Kreishaus um Aufnahme anstanden, mit Rollköfferchen, gut gekleidet mit Smartphone in der Hand, wie auf einer Klassenfahrt, und als ich die Bürschchen heuer dort am Bahnsteig nun nach 2 Jahren herumhampeln sah, kam mir wieder die Idee, die Burschen „leben das große Abenteuer.“
      Nur keinen Neid, das wäre ja auch in Ordnung, wenn das nicht die arbeitende, Steuern zahlende Klasse mit hohen Sozialabgaben stemmen müsste. Es wird argumentiert, Deutschland wäre so reich, aber wo sehe ich denn nun den Reichtum? Die Infrastruktur in den Gemeinden „verrottet“, und die staatlichen Aufgaben werden, egal wo, kaum noch bewältigt.
      Deshalb mal wieder die obligatorische Nörgelei im Wahljahr.

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      1. …ich betrachte seither skeptisch, was die Oberen tun, sozusagen aus DDR-Gewohnheit…und frage mich, wieso die denn alle her müssen…wäre das Geld, das das kostet, nicht besser und vor allem viel wirkungsvoller dort angewendet, wo die Leute herkommen? …ich für mich möchte mich im eigenen Land nicht in der Minderheit fühlen und dann auch noch als Rassist betrachtet werden, wenn ich das sage…wo soll das hinführen, wen alle Afrikaner, denen es schlecht geht und die, die meinen, es gehe ihnen schlecht, nach Europa kommen?

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  2. Oh ich weiß schon lange nicht mehr in welchem Land ich lebe., Alle Sprachen dieser Welt vereinen sich hier mehr oder weniger auch und ich frage nicht mal mehr nach dem Weg.
    Gut betuchte sitzen auf unseren Plätzen und wir … haben das nachsehen oh wie schön war es immer am Brunnenplatz da gab es noch Gespräche.
    Und zu dem ,,MUNDRÄUBER“ da kann ich nur sagen Hut ab vor den neuen Einfällen.

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    1. Jau, die Ausraubattacken werden immer kurioser, letztens der Angriff „mit Messer und Besen“, und bezüglich der Einbruche sind die Klauer gut organisiert in ihrem Gewerbe, genauso wie die Bettler.

      Mach was dran, so spielt das Leben.

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