12. 12.

siehst du 12 Sternlein prangen

Nun hab ich gebastelt und geklebt,
Gedanken an dich mit hineingelegt.
12 Sternchen hab ich schon aufgebracht
und denke, dass du nun weiter machst.
Und wahrlich, mal wieder bin ich zu spät,
der gute Wille jedoch ist’s der zählt.
Ich wünsch dir viel Glück am Geburtstagstag,
und für’s Folgende ich dir inniglich sag,
halte dich tapfer und sei brav,
bedenk, eine Schützin ist kein Schaf.

anglehnt an  Ringelnatz:

Joachim Ringelnatz
Zu einem Geschenk
Ich wollte dir was dedizieren,
nein, schenken, was nicht zuviel kostet.
Aber was aus Blech ist, rostet,
und die Messing-Gegenstände oxydieren.
Und was kosten soll es eben doch.
Denn aus Mühe mach ich extra noch
was hinzu, auch kleine Witze.
Wär bei dem, was ich besitze,
etwas Altertümliches dabei –––
doch was nützt Dir eine Lanzenspitze!
An dem Bierkrug sind die beiden
Löwenköpfe schon entzwei.
Und den Buddha mag ich selber leiden.
Und du sammelst keine Schmetterlinge,
die mein Freund aus China mitgebracht.
Nein – das Sofa und so große Dinge
kommen überhaupt nicht in Betracht.
Ach, ich hab die ganze letzte Nacht,
rumgegrübelt, was ich dir
geben könnte. Schlief deshalb nur eine,
allerhöchstens zwei von sieben Stunden,
und zum Schluß hab ich doch nur dies kleine,
lumpige, beschißne Ding gefunden.
Aber gern hab ich für dich gewacht.
Was ich nicht vermochte, tu du’s: Drücke du
nun ein Auge zu.
Und bedenke,
daß ich dir fünf Stunden Wache schenke.
Laß mich auch in Zukunft nicht in Ruh.

 

 

 

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Heißes Wasser und Glukose

Gestern schien die Sonne, doch, ehrlich, wenn auch nur ein Stündchen, aber immerhin.(Beweisfotos liegen bei)  Dieses seltene Phänomen veranlasste mich, dann mal wieder die Gartenpforte von außen zuzumachen und mich gen Marktplatz zu bewegen. Es war nicht wirklich der Weihnachtsmarkt, der mich lockte, sondern der böse Hustenbold hatte mich hochgeschreckt und zur Alten Apotheke gescheucht, der böse Hustenbold und der gelbe Schnodderbubi.


Aber es gab ihn doch auch, den Weihnachtsmarkt, und er erwachte so langsam: Das Kinderkarussell dudelte, es roch schon lecker nach Pommes, über einem offenen Feuerchen brodelte Undefinierbares im eisernen Topf und die Tische, wohl zum Ausschank von Unkrautvernichtungsmittel, leuchteten einladen rot.
Doch, doch, ich habe es mir extra aufgehoben, die Bremer setzen jetzt „umweltschonendes Gemisch aus heißem Wasser und Glukose“ ein, und was ist der ach so beliebte „Glühpunsch“ eigentlich anderes?

Weser Kurier, 30.11.2017 (1)
gefunden im Weser Kurier am 30.11.2017, auf welcher Seite, habe ich vergessen.

Na egal, ich habe dort nicht gegessen oder getrunken, es drängte mich doch wieder nach Haus, als dunkle Wolken aufzogen, und wirklich, nach einem kurzen Stop bei Antonio zum Espresso mal eben im Stehen, schloss ich just mit den ersten Regentropfen wieder die Gartenpforte von innen.

So kann’s kommen. Ich wünsch euch noch einen schönen 2. Advent.

 

 

Lapuster, lapuster …

… am Tag beibt’s meistens duster,
und leuchtet dir rot Lichtlein heim,
was mag dann nur da draußen sein?

1.12.2017 Rose in der Dämmerung

Es ist erstaunlich aber wahr, gegen Ende des Jahres entwickelt ein Rosenstrauch häufig in unserm Garten noch eine Prachtblüte, die dann auf Grund der kalten Witterung ein ausdauerndes Blühmoment entwickelt, sodass sie  zu Weihnachten noch zur Association „Es ist ein Ros‘ entsprungen …“ herhält. So geschehen auch dieses Jahr.

Und ansonsten ist dank glücklicher Fügung der „Lesestapel“ wieder gut angewachsen, sogar 3 (in Worten drei) Adventskalender darf ich heuer bedienen und der Adventskranz steht schon am 1. Advent zur Illumination mit einer Kerze zur Teestunde zur Verfügung.  Wunder über Wunder.

Da kann ich die dunkle Jahreszeit, obwohl es ja eigentlich das ganze Jahr schon vor sich hin dünkelt,  in aller Ruhe angehen.
Na denn.

2.12.2017der neue Stapel(1)

 

 

Unser Früchtchen im November …

Weser Kurier 28.11.2017, Seite 4… erstaunt aber verwirrt mich nicht, aber wenn ich auf der Seite 4 vom Weser Kurier am 28.11.2017 von Duldungsvertrag, kreativen Alternativen, Tolerierung oder gar dem vierten Weg lese, dann bin ich nur verwirrt, denn unter dem Vokabular hätte ich jetzt eine Flüchtlingsdebatte erwartet.
Weit gefehlt, damit ist  nun „das große Geschacher“ anstelle einer stabilen Regierung gemeint, oder wie seh ich das?
Dschä, aber Angela die erste  will unverhohlen wie bisher unbeschadet in der Groko  weiter herummerkeln, das hatte sich doch so bewährt, auch wenn das unbedarfte Wahlvolk sich ein wenig anders artikuliert zu haben schien. Was MM (Mudder Merkel) will, das will sie und wird sie auch durchsetzen wie eine Grundschullehrerin aus uralten Zeiten.

 

Und wenn ihr mich fragt, dann doch lieber rote Früchtchen als grüne Männchen.
Ich wünsch eine beschauliche Adventszeit.

 

 

Nie wieder …

… werde ich mich auf Kosten der sagenumwobenen Sintflut aufplustern, den Spruch bezüglich einer derartigen Naturkatastrophe sollte ich mir wohl fürderhin verkneifen.

Ich frage mich sowieso schon, was wir norddeutschen Gelichter nun eigentlich verbrochen haben, dass uns der gute, alte Petrus, dem ja „da droben“ die Wetterproduktion in die Schuhe geschoben wird, derartig mit einem Regenjahr straft.

Auch jetzt wieder, allüberall in Deutschland wurde der Sommerherbst oder Herbsommer verkündet und leichtsinnigerweise gaben wir uns, wenn auch bei etwas gräulichem Himmel, froher Stimmung,  leichter gewandet und schirmlos unsern dringlichen Verrichtungen hin.

Und das war ein Fehler, denn auf dem Schon-Heimweg in der Wümmeniederung verdunkelte sich von null auf jetzt der Himmel und man konnte kaum seine Hand oder gar die Straße vor Augen sehen, als der Regen von der Seite in Horizontalprasselung uns von der Straße zu spülen drohte. Da schwor ich mir und dem guten, alten Petrus: „Nie wieder Sintflut.“

Ich werde mich jetzt in den Winterpelz einnähen und in aller Zurückhaltung mich dem Advent widmen, das geziemt sich eher armen, alten Leuten hinterm Ofen.

Na denn, bis denn.  von Rudi Hurzlmeier

Wenn …

Obelix und Idefix

… Idefix und Obelix auf Reisen geh’n,
dann nehmen sie die Sonne mit.
Das finde ich geschickt.

Wenn …
… dann sie bringen Wetter mit,
das hell und klar und sonnig,
oh ja, das macht sich gut.

Wenn …
… sie doch nur bald wieder kämen,
dann wär’s nicht gar so duster.
Das wäre nett. Lapuster.

Bis neulich.